Stadtbummeln in Leipzig

Stadtbummeln heißt für mich, sich durch die Stadt treiben lassen, dort in eine Galerie reinschauen, da eine kleinen Laden entdecken, irgendwo einen Kaffee trinken und gucken, was die Leute um uns rum so machen. Fotografieren gehört dazu, aber nicht pausenlos, nur was so ins Auge fällt. Sich über die Entdeckungen und Eindrücke austauschen auch und das kann ich besonders mit meiner Tochter Josefin. Ende Mai nahmen wir uns die Zeit für einen ausgiebigen Stadtbummel. Aber nicht in Augsburg. Es sollte eine Stadt sein, die wir beide noch nicht kennen. Unsere Wahl fiel auf Leipzig. 

Sommer, Sonne, Feiertag - was machen die Leipziger an ihrem freien Tag?

Wir wählten den Himmelfahrtsdonnerstag für unsere Anreise. Ganz Leipzig war mit dem Rad unterwegs. Zumindest kam es uns so vor, als wir mit der Straßenbahn nach Plagwitz fuhren.
   


Dort am Karl-Heine-Kanal stellten wir dann fest, dass der Rest auf dem Wasser oder zumindest am Wasser war. Wir dann auch, zumindest am Wasser. 



Der Kanal schlängelt sich als grünes Band durch den Stadtteil. Verläßt man ihn, kommt man immer wieder auf die belebte, quirlige Karl-Heine-Straße. Dort haben wir uns im marokkanischen Casablanca mit Halumi- und Falafel-Burger gestärkt. 





Unterwegs konnten wir uns an den vielen Baustilen, den schön gestalteten Häusern und Gärten kaum satt sehen. 








Durch den Palmengarten, einen großen Stadtpark, ließen wir uns treiben. Wer nicht auf dem Rad oder am Wasser war, ließ es sich dort gut sein. Musik wurde gemacht, gepicknickt. Eine fröhliche, entspannte Sommerstimmung hatte den ganzen Park erfaßt, uns auch. 

Wir hatten am frühen Nachmittag schon in unserer airbnb-Unterkunft im Stadteil Reudnitz eingecheckt, nun machten wir dort eine kurze Pause. Die Wohnung, in einem herrschaftlichen Altbau, war sehr hübsch und gemütlich und zur nächsten Straßenbahnhaltestelle war es nicht weit. 



Ist dieses Treppenhaus nicht ein Traum?

Den Abend ließen wir im Biergarten des "Substanz" ausklingen, den konnten wir in 10 Minuten zu Fuß erreichen. Bänke und Tische sind dort im Hinterhof, einem wild verwachsenen Garten, verteilt. Es gibt Burger und Bier und gute Stimmung. 


 Leipzig entdecken...

...wollten wir am nächsten Tag. Dazu hatten wir uns auf der website "verborgenes-leipzig.de" ein paar Tipps geholt. 

Wir starteten mit einem Frühstück im Espresso Zackzack . Der Name war nicht Programm. Wir ließen uns Zeit. Zunächst im Waldstraßenviertel,




wo wir wunderschöne Gründerzeitvillen bewunderten und 




fasziniert von der Vielfalt der Baustile und der eindrucksvollen Handwerkskunst waren. 






Im Musikerviertel ging es uns nicht anders. 




Gut bewacht werden die Häuser...



von vielerlei Gestalten. 




Nach so viel bürgerlicher Pracht war es Zeit für ein Kontrastprogram. 




Das fand in der Leipziger Baumwollspinnerei statt. Einem ehemaliges Industrieareal, das heute von Künstlern und Gewerbetreibenden genutzt wird. Ein spannender, sehr pittoresker Ort, 





den wir für ein Fotoshooting mit Josi nutzten.




























Ich habe die gemeinsame Zeit mit meiner schönen Tochter sehr genossen. 


Doch noch lange war der Tag nicht zu Ende. Wir bekamen allmählich Hunger. Also bot es sich an zum  Feinkost -Gelände zu fahren. 


Gegessen haben wir zwar beim Vietnamesen auf der gegenüberliegenden Straßenseite, auf dem Feinkostgelände aber sehr feine Läden entdeckt. Einen Kinderbuchladen, einen kunterbunten Laden mit Schmuck, Kleidung und Deko aus aller Herren Länder und Miss Hippie. Mehr darüber in diesem Post. 

Weil wir von Leipzig-Stadtmitte noch gar nichts gesehen hatten, gingen wir dort Abends essen. Wir waren nicht alleine. Die Stadt brummte förmlich. Überall sah man Pfadfinder, auf zwei öffentlichen Plätzen fanden Konzerte statt. Dass hier an diesem Wochenende eine größere kirchliche Veranstaltung stattfand, ging mir da erst auf.



Einen Platz in einem Straßenlokal fanden wir trotzdem, was Gutes zu essen auch. Straßenmusik begleitete unseren Heimweg. Und wieder ließen wir den Abend in fröhlich, entspannter Sommerlaune ausklingen. Leipzig weiß, wie Dolce Vita geht. 





Weils so schön war, haben wir uns am Samstagvormittag noch einmal in die Stadt begeben. Sind durch die Passagen gebummelt, 



haben in ein paar Schuh- und Kleiderläden geguckt, 




und uns bevor die Mittagshitze einsetzte auf dem Heimweg gemacht. 

Schön war's in Leipzig! Wir kommen wieder, es gibt noch viel zu entdecken. 



 

Kommentare:

  1. Guten Morgen Sabine, Danke fürs mitnehmen. Tolle Fotos hast Du gemacht. Ich war noch nie in Leipzig, es scheint sich zu lohnen. Jugendstil finde ich immer sehr toll.
    Liebe Grüße und einen schönen Pfingstmontag, Tina

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  2. Ein schöner Ausflug liebe Sabine. Ich war bisher nicht in Leipzig. Das sieht alles sehr einladend aus. Deine Tochter ist wirklich sehr hübsch - ganz wie die Mutti :)

    Liebe Grüße Sabine

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  3. Wunderschöne Bilder aus Leipzig. Ich war noch nie dort und Deine Eindrücke machen richtig Lust, vielleicht klappt es ja im nächsten Jahr. Ich freu mich, dass ihr eine so schöne Mutter/Tochter Zeit zusammen hattet. Sehr hübsch ihr Zwei!!
    Herzliche Grüße
    Monika
    Styleworld40plus.blogspot.com

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  4. Ein wunderbarer Reisebericht, liebe Sabine. Da möchte ich sofort auch hin! Und Ihr Zwei seht einfach nur klasse aus. Wunderschöne Bilder von Josefine und Dir.
    Deine Gabriele

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  5. Oh schön, dass ihr wieder soviel Spaß hattet... Leipzig kenne ich halt nur von der Messe... Bahnhof aussteigen, Tram zum Messegelände und zurück... aber ich denke auch, eine Reise wäre es wohl allemal wert.
    Liebe Grüße und tolle Outfits Jacky

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  6. "Stadtbummeln heißt für mich, sich durch die Stadt treiben lassen, dort in eine Galerie reinschauen, da eine kleinen Laden entdecken, irgendwo einen Kaffee trinken und gucken..." - mit diesen Worten beschreibst du genau was ich an Stadtbummeln so liebe. Wenn man dazu noch ein schönes "Mitbringsel" findet, hat man eine schöne Erinnerung an einen Ausflug - wenn es nicht die eigenen Heimatstadt ist.

    Irgendwie muß ich dir sogar danken, daß du mir Leipzig so vorgeführt hast. Ich komme zwar aus Sachsen, war aber schon seit gut 25 Jahren nicht mehr in Leipzig...

    Liebe Grüße

    Jennifer
    http://jennifer-femininundmodisch.blogspot.de/2017/06/unterwegs-gefahrenpunkt-gehweg.html

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  7. Liebe Sabine, du hast meine Heimatstadt besucht. Ich lese wenig Blogs aber 2 davon waren in Leipzig und voll begeistert. Mein Leipzig Lob ich mir es ist mein kleiner Paris,..das stimmt wieder. Liebe Grüße von Elke

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