Sonntag, 23. April 2017

Stadt, Land, Fluß im April

Am meisten überrascht hat mich im April, wie jedes Jahr, wie schnell aus einer graubraunen Wiese eine grün-gelb-bunte wird, aus einer schwarzen Baumsilhouette ein Laubbaum, der hungrig nach Wärme und Sonne seine zart begrünten Äste in den Himmel streckt. 




Ein Wunder der Natur, das mich jedes Jahr erneut erstaunt und erfreut. 

 





Auf unserem Weg durch das Tal, den ich Euch hier schon einmal winterlich gezeigt habe, hat sich viel verändert




Die schottischen Hochlandrinder haben zwei Kälber bekommen. 




 Der romantische Turm ist von blühenden Obstbäumen umgeben. 




Im Garten vom Schloß waren die Magnolien mit ihren unzähligen zartrosa Blüten zu bewundern. 




Unser Bummel durch die Stadt heute, an diesem kalten Aprilsonntag führte uns 
 




 auch an grüne Orte und zu blühenden Schönheiten


 
Ein wenig erinnert diese steinerne Wächterin des Hauses an die Medusen, die in Kleinasien zum Schutz vor unerwünschten Eindringlingen, die Hauseingänge schmückten. Sie schaut nur gnädiger. Vielleicht weil ihr gefällt, was sie sieht. Sie guckt direkt auf die Augsburger Puppenkiste.
 



Ein paar Häuser weiter säumen zwei Fische diese prächtige Tür, die über einen kleinen Steg zu erreichen ist. Wie häufig in Augsburg, fließt ein Kanal direkt am Haus vorbei. 



 
 Noch immer kann ich mit keinen Frühlingslook aufwarten. Bei kühlen 6 Grad und Wind mit gefühlten Minus-Graden ist eine winddichte Lederjacke und - hose sehr angenehm.


 
 Weil die Sonne für ein paar Minuten heraus kam




kann ich Euch das "Frühlingskleid" - denn als solches ist es gedacht - ohne Jacke zeigen. 



Immerhin ist es grün und passt damit ganz gut in den April.

Kleid - Cecil
Jacke - H&M
Hose - Orsay
Handtasche - Liebeskind
Schuhe  - Tamaris
Holzkette - Flohmarkt
      







 

 
 
 




 

Sonntag, 16. April 2017

Es lebe die Vielfalt!

Neulich haben wir uns in München getroffen, fünf Bloggerinnen zwischen Anfang 30 und Ende 50. Vier aus Bayern, eine aus Niedersachsen. Was uns eint ist, außer unserem Hobby über Mode zu bloggen,

  • die Neugier aufeinander und auf das, was um uns herum passiert, 
  • das Gefühl keine Konkurrentin, sondern eine Freundin zu treffen, 
  • der Wunsch uns auszutauschen, 
  • die anderen an unseren Erfahrungen teilhaben zu lassen 
  • und einfach Spass miteinander zu haben.
Das ist uns wieder gut gelungen. 

Wie sagte Sunny (nicht wörtlich, aber sinngemäß): Wenn man offen aufeinander zugeht, den anderen nicht von vorne herein in eine Schublade steckt, sondern akzeptiert wie er ist, klappt so ein Bloggertreffen auf jeden Fall. Recht hat sie. 

Was uns unterscheidet?
Sehr viel. Die Größe, die Körpermaße, das Alter, die Haarfarbe und letztendlich unser Stil.
Und das ist gut so. Das ist kein Diskussionsthema. 

Frauen zu kennen, die sich ganz anders kleiden als ich, läßt mich über meinen Tellerrand, meine Komfortzone hinausgucken.  Ihre Posts zu lesen, ist eine Bereicherung für mich in vieler Hinsicht, sie persönlich zu treffen, eine ganz besondere Freude.

Mit dabei war Gunda, die extra aus Lüneburg angereist ist.



Gunda hat einen Schrank voller fantastischer Stiefel und kreiert freche, farbenfrohe Outfits. Dass sie bis vor kurzem mit Mode nix am Hut hatte, kann man gar nicht glauben. Sie ist ein großartiges Beispiel, dass Mode für uns 50Plus-Frauen nicht langweilig und schon gar nicht farblos sein muss. In ihrem Blog "Hauptsache warme Füße", zeigt sie nicht nur Ihre coolen Looks sondern berichtet auch über Reisen und Ausflüge - und natürlich auch über Ihre Reise in den Süden - schaut mal hier!


Ela ist meine Märchenprinzessin. Sie ist wunderschön und sie ist eine gute Seele. Mit Ela zusammen, zu sein ist reine Freude. Leider habe ich es versäumt, ein passables Foto von ihr zu machen, worauf man auch ihr zauberhaftes Outfit bewundern kann. Sie trug nämlich ein luftiges, knielanges, kleingemustertes Kleid, dunkle Strumpfhose und hohe braune Stiefel. Ein Boho-Look, den ich sehr, sehr mag. Ela ist vielseitig und so ist Ihr Blog ""elablogt". Bei Ihr finde ich immer wieder, was zum Lesen, was zum Spielen, was zum Sporteln, kulinarische Genüße und Outfits, die mich zum Nachmachen anregen. 
Was Ela über unser Treffen berichtet findet Ihr hier

  
Ursula habe ich in München zum ersten Mal getroffen und wie schon oft bei einem Bloggertreffen, sprang der Funke sofort über. Es gab kein "Fremdeln", keine Berührungsängste. Wir fanden einen Draht zu einander und unzählige Themen, über die wir uns austauschten. So viele, dass wir uns unbedingt mal wieder in einer unserer Heimatstädte treffen wollen. Ursulas Blog"Frauenzimmer 50plus" behandelt außer Mode noch eine Vielzahl anderer Themen, Filmbeschreibungen, Reiseberichte, Kosmetikempfehlungen, um nur ein paar zu nennen. Noch ein wenig zögernd zeigt sie uns ihre Outfitfotos. Dass das Zögern ganz unangebracht ist, zeigt das Bild oben. Sie hat einen lässigen und zugleich verspielt-femininen Stil, der ganz wunderbar zu ihr passt. 
Ursula's Post findet Ihr hier.



Und last, but not least, war Sunny dabei. Immer wenn ich mich mit Sunny treffe, wird mir warm ums Herz. Sie war eine der ersten Bloggerinnen, mit der ich mich getroffen habe. Was im www begann, funktionierte auch im analogen Leben. Wir haben uns gleich gut verstanden und seither schon einige Male getroffen. Ich habe das Gefühl, dass jedes Beisammen sein unsere Freundschaft festigt. Denn im Laufe der Zeit ist sie für mich eine Freundin geworden. Sie ist ehrliche Haut, eine Kriegerin der Gerechtigkeit, unverstellt und unkompliziert. Und so ist die Mode, die sie in ihrem Blog Sunny's side of life zeigt. Wenn nun jemand denkt, wie kann mich "Zwerg" eine so große Frau modisch inspirieren, kann ich nur sagen. Es kommt auf die Einstellung an. Ihre Art Neues und Bewährtes zu kombinieren, ihre Outfits, die Ihre Stimmung widergeben (ob rockig, hippie-verspielt oder klassich-lässig), lassen mich meine Auswahl im Schrank manchmal mit neuen Augen sehen. 
Sunny's Post zum Treffen findet Ihr hier!


Das Bild wurde von einer Passantin gemacht  - alle anderen sind von mir.


Dass wir uns ähnlich sind, bringt uns zusammen. Dass wir verschieden sind, bereichert uns. 

Es war ein schöner Tag mit Euch!


Zum Schluß zeige ich Euch noch einen Neuzugang und eine Hose, die nicht jeder gefällt.

Letzen Frühling habe ich, einem Trend folgend, eine Nadelstreifenhose gekürzt. Diese "Hochwasserhose" war nicht Jederfrau's Liebling - wie in den Kommentaren zu lesen ist.
Meiner auch nicht, zumindest nicht in dieser Kombination. Weggeben wollte ich die Hose aber nicht. 




Zum einen, weil ich Nadelstreifen-Hosen sehr mag. Zum anderen, weil ich wußte, ich finde irgendwann das Passende drüber. 




Voilà, hier ist es. Ein grauer Kurzpulli mit Schleifenärmeln. 


Flache Schuhe und ein Rucksack dazu, gefallen mir besser als der letztjährige Look. 


Warum ich im Frühling Schwarz trage und einen Pulli?
Weil Schwarz für mich das ganze Jahr geht und ich bei nur 14 Grad lieber einen Baumwollpulli als ein sommerliches Top trage. 

Baumwollpulli - Zara
Nadelstreifenhose - Sozialkaufhaus customized
silverne Sneakers - Deichmann
grau-silberner Rucksack - Grande Via Täfertingen
schwarzes Shirt - Fundus 

 
Mit einem Gruß aus meinem Garten wünsche ich Euch frohe Ostern!








Mittwoch, 5. April 2017

Warum eigentlich nicht?

Mit dieser Frage konfrontiert mich jeden Morgen mein Spiegel. 

Der Satz soll mich ermutigen, Neues auszuprobieren, eingefahrene Wege zu verlassen, bekannte Muster zu ändern. Zum Beispiel meine Schüchternheit zu überwinden und auf Menschen, die ich nicht kenne, zuzugehen. 

Und wohin hat es mich geführt?

Nach Würzburg und zu Gabriele Immerschön. 

Als ich ihren Blog letztes Jahr entdeckte, hab ich mich gefreut, dass ich wieder eine Ü50-Bloggerin entdeckt habe, die ihren eigenen Stil zelebriert. Und was für einen! Ihre Looks sind eine wunderbare Verbindung von aktuellen, von Flohmarkt- und Designerteilen. Immer eine Lust zu betrachten, oft ermutigend es ihr nachzumachen und aus der Komfortzone zu treten, modisch etwas zu wagen. 

Einige Posts und einige Kommentare später, wuchs in mir der Wunsch diese quirlige, temperamentvolle Frau kennen zu lernen, die es so gut versteht mit ihren Bildern und Texten zu unterhalten.

Meine Frage, ob ich Gabriele um ein Treffen bitten kann, habe ich mit dem Satz, der meinen Spiegel ziert, beantwortet.  Glücklicherweise hat Gabriele eingewilligt und wir haben uns auf halber Strecke zwischen unseren Wohnorten letztes Wochenende in Würzburg getroffen.



Dass sie so ist, wie auf ihren Bildern, so temperamentvoll, so selbstbewusst und so schön, war keine Überraschung. Dass wir, zwei Fremde, uns nach ganz kurzer Zeit gar nicht mehr fremd waren, war ein Geschenk.

Die Stunden in Würzburg ein Fest! Wir hatten uns so viel zu erzählen, sind kaum dazu gekommen die Stadt anzuschauen, die durchaus sehenswert ist. Wir hatten jede Menge Spass, ich bekam so nebenbei beim Shoppen eine Stilberatung, und eine Menge gedankliche Anregungen, die mich noch eine Weile beschäftigen werden.

Ein besonderes Highlight für mich war am Sonntagmorgen das Fotoshooting mit Gabriele. 
Was mir an Ihren Bildern ganz besonders gefällt, ist Ihre lässige unverkrampfte Art präsent zu sein. Solche Bilder möchte ich von mir auch. Wie es geht, hat Gabi mir gezeigt. 





Sie ließ mich hüpfen und springen, 




mich in Ecken schmeißen 





und frivole Blicke hinterherwerfen 




und brachte mich ganz schön in Trapp. 




Gelernt hab ich, dass es nicht nur auf das perfekte Styling ankommt, sondern auf Dynamik und Ausdruck und auf's einfach mal Machen und Zulassen. Gar nicht so leicht, aber ich bleib dran und werde üben. 

Danke Gabi, die Begegnung mit Dir hat mir nicht nur viel Freude gemacht, sondern mich auch mit Mut und Zuversicht erfüllt.

stellt heute in einem wunderbaren Post meinen Blog vor. Schaut doch mal vorbei. 
Ich hab beim Lesen Gänsehaut bekommen und bekomme das Lächeln nicht mehr aus dem Gesicht. Ich freue mich riesig, dass ich in Ihrer Reihe der "immerschönen" dabei sein darf.

Hose und Streifenshirt - H + M
Regenjacke - Zara
Sneakers - Deichmann
Handtasche - Fossil 

- Alle Bilder von Gabriele Immerschön -  
 
 

Sonntag, 26. März 2017

Traumkleid in Grün

Es ist eine Freude, zu beobachten, wie so nach und nach aus Grau und Braun das Frühlingsgrün hervorlugt. Ich gehe jeden Tag durch den Garten und entdecke immer wieder neue blühende Farbkleckse.



Die Tulpen und Osterglocken lassen noch auf sich warten, aber Warten gehört ja dazu. 
Warten auf die ersten Veilchen, Warten auf den ersten Kuckucksruf, Warten auf den Osterhasen. Warten auf das erste Paket mit den ubup bestellten Frühlingskleidern. 

Am Freitag kam's an, am Samstag brachte ich zwei von drei wieder zur Post. Doch was bleibt, ist für mich ein Traum in Grün. 




Genauer gesagt, in flaschengrünem Samt. 

Ein Traum für mich, weil ein Samtkleid in Dunkelgrün schon seit Jahrzehnten auf meiner Wunschliste steht. Deshalb ist es mir auch ganz egal, dass Samt und Frühling nicht unbedingt miteinander einhergehen.




Dass es mir in dem Kleid in den nächsten Wochen zu warm wird, denke ich nicht. 
Es hat kurze Ärmel und zeigt am Rücken ziemlich viel Haut. 




Obwohl aus Samt und mit glitzernden Knöpfen versehen, 





soll es kein Festtagskleid werden. 
Ich habe vor es im Alltag zu tragen, ins Büro damit zu gehen.




Mit meinem cognacfarbenen Mantel und den bequemen Slingpumps ist es Temperatur und  Anlass angemessen. 




Mein einziger Schmuck dazu, ein paar bunte Ohrringe, die ich vom Tochterkind zum Geburtstag bekommen habe. 

Jetzt wollt Ihr wahrscheinlich noch wissen, was zurückging und warum.
Eine weiße, langärmlige Bluse von Opus - zu durchsichtig, zu eng.
Ein paar Leo-Ballerinas - zu klein

Das macht nichts. Zum einen fängt der Frühling ja erst an und zum anderen ist mein Schrank alles andere als leer. 

Kleid - Vera Mont über ubup
(Kunst-)Ledermantel - H&M
Slingpumps - Deichmann, 5th-Avenue
Ohrringe - Konplott













Sonntag, 19. März 2017

Stadt, Land, Fluß im März

Eine ganz besonderer Ort, mitten in der Stadt und doch inmitten der Natur, ist das Gelände zwischen den Flüssen Lech und Wertach, die Wolfzahnau. Es ist im Sommer (verbotener) Badeplatz, verwilderte Industriebrache, Biberland, Rückzugsort. Ein bisschen wild und geheimnisumwittert und fast immer sind wir dort alleine unterwegs. 


Die Bilder sind von letztem Sonntag. So blau war der Himmel schon lange nicht mehr.




 Nicht nur wir, auch die Fliegen genossen die wärmenden Sonnentrahlen.




Die beiden Kanäle, die hier zusammenfließen speisen mit Ihrem Wasser




das Wasserkraftwerk, das fast wie ein kleines Schloß aussieht. 




Als Sprungbrett ins Wasser dient im Sommer diese Brücke oder 






dieser Ast, wenn der Biber den Baum verschont.




Der ist dort ausgesprochen fleißig und scheut sich keinen noch so dicken Baum zu fällen.




Etwas unterhalb des Wasserkraftwerkes fließen Lech und Wertach zusammen. 
Wenn wenig Wasser ist, kann man sich dem Zusammenfluß auf den Kiesbänken nähern.

 




Am Sonntag hatten beide Flüsse viel Wasser. Die Kiesbänke waren nicht da oder nicht erreichbar.





Ein Grund im Sommer noch mal wieder zu kommen. 





Vom Biber unbeachtet wachsen die Kopfweiden. Sie recken Ihre Äste in den Himmel als ob sie sich nach einem langen Schlaf strecken und recken. 



Herr U. und ich mögen keinen Partnerlook. Es kommt also nie vor, dass wir uns absprechen, was wir anziehen. Ich hatte mir im Schlussverkauf einen grauen Nicky-Hoodie gekauft und ihm denselben mitgebracht, weil ich weiß, dass er dieses Material sehr mag. 
Und so ist es passiert, wir beide im gleichen Hoodie mit Lederjacke. Es bleibt die Ausnahme :-).

Mein Outfit:
Lederjacke - Peek & Cloppenburg
grauer Nicky-Hoodie - H&M
blaue Animal-Print-Jeans (keine Ahnung woher)
Schnürstiefel -  Promod 
Handtasche - Fossil


Sonntag, 5. März 2017

Frühling kommt bald?

Der Winter hat sich inzwischen verabschiedet, doch der Frühling ist noch nicht da. Zumindest bei uns im Tal noch nicht. Eine eigenartige Zeit ist das, eine Wartezeit. Obwohl ab und zu die Sonne scheint und wärmt, pfeift ein eisiger Wind daher. Die Vögel wippen ungeduldig in den Ästen und zwitschern, als ob sie' s kaum erwarten können. Doch auf auf den Wiesen, Feldern und im Wald ist's mehr braun und grau als grün. 


"Alles Neu macht der Mai..." ist noch weit weg. 
Unser Sonntagsspaziergang stand eher unter dem Motto "Lost and gone". 



Was sich dahinter verbirgt?
Das Winterquartier der Fledermäuse.



Wer in dieser luftigen Höhe mit guter Aussicht wohnt, war nicht herauszufinden.




Dafür haben wir ein schlafendes Einhorn entdeckt. 




Als Kontrast zum Braungrau trug ich meine neue Norweger-Jacke. 



sie hat mich trotz des kalten Windes gut warm gehalten. 




Die Haken, mit denen sie zu schließen ist, mag ich besonders. 


Strickjacke - Peter Hahn (gebraucht über ubup)
Kunstlederhose  - orsay
Tasche - Fossil
Gürtel - Kreidenweis
Rolli und Budapester-Boots aus dem Fundus 


Ergänzt habe ich das Outfit mit meinem gelben Mantel. Den aber zeig ich erst im nächsten Winter wieder. 

Auch in meinen Outfits ist der Frühling noch nicht angekommen. Noch überwiegen die dunklen Farben, viel Schwarz, grau und dunkelblau. Wie ist das bei Euch? Habt Ihr den Kleiderschrank schon auf Frühling umgestellt?

 



 
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