Sonntag, 24. Juli 2016

Ich packte meinen Koffer...

...und nahm mit....
Wer kennt nicht das Spiel. Wobei es dabei vor allem darauf ankommt, so viel wie möglich in den Koffer zu packen. Als wir Mitte Juni nach Lanzarote flogen, war genau das Gegenteil mein Plan. Ich durfte nur 15 kg Gepäck mitnehmen.

Das scheint viel, ist es aber nicht. Von früheren Reisen, weiß ich, dass mein Koffer selten unter 18 kg wiegt. 
Ich hatte in den letzten Monaten einiges über Minimalmus, vor allem im Kleiderschrank gelesen. Mir Blogs angeschaut, die "Projekt 333" und eine "Capsule Wardrobe" beschreiben. Also beschloss ich das "Gelernte" beim Kofferpacken umzusetzen.

Zuerst hab ich mir einige Basic-Teile zurechtgelegt:

- eine hellblaue Jeans
- eine weiße Hose
- eine weite geblümte Hose
- eine kurze dunkelrote Leinenhose
- eine hellblaue Leinenbluse
- eine Folklore-Bluse
- ein Streifenshirt mit langen Ärmeln
- ein Streifenshirt, ärmellos 
- ein schwarzes Seidentop
- einen gemusterten Rock
- eine Jeansjacke




An einem Sonntagnachmittag hab ich ausprobiert, was zusammen passt. Hab Bilder gemacht, Teile dazu kombiniert und wieder verworfen. Am Schluß durften alle Basic-Teile mit, dazu ein paar Shirts und Tops, zwei Kleider, ein dunkelblauer langer Jumpsuit, eine Jeansjacke, ein Blouson, eine Haremshose, diverse Schuhe, und natürlich Badeanzug und Bikini. 

Da ich richtigerweise davon ausging, dass Handtücher und Föhn vom Hotel gestellt werden, war mein Koffer tatsächlich nur 15 kg schwer. Als Handgepäck diente eine Tasche, die sich zum Rucksack umbauen lässt. Eine kleinere Tasche, fand darin noch Platz. 

Eine "Capsule Wardrobe", wo eins zum andern passt, ist es nicht geworden. Aber ich bin ziemlich stolz, dass ich mit so wenig, vierzehn Tag lang ausgekommen bin. 

Was aber wichtiger ist, ich habe mich jeden Tag in meinen Outfits super wohl gefühlt und war immer passend, dem Wetter, der Temperatur und dem Anlass entsprechend gekleidet. 

Und so sah das dann aus




Meist scheinte die Sonne, schon am frühen Morgen. Deshalb haben wir einige Bilder gleich in der Frühe vor unserer Haustür, die im Schatten lag, gemacht. 




Einen Tag aber tat es geregnet, nein gesprüht. Durch den Wind fiel der Regen waagerecht in winzigen Tröpfchen, naß wurde man trotzdem, wie ihr seht.



 Die Jeansjacke kam an den meisten Tagen nur Abends zum Einsatz. Die Sonne ging früh unter und wenn sie weg war wars kühl. Die kurze Hose aber hatte ich auf den meisten Wanderungen an. 

Die Reboks hab ich mir auf der Insel gekauft. Nachdem meine Füße vom vielen Laufen ziemlich mitgenommen waren und kein Schuh mehr passen wollte, waren sie die Rettung. 




 Ich hab sie dann auch beim Stadtbummel in Arrecife zum Kleid getragen. 
Das Kleid hat sich als perfektes Reisekleid entpuppt. Es knittert nicht, es läßt sich gut waschen und braucht kein Bügeleisen. Außerdem ist es luftig ohne flatterig zu sein. Ein zweites Kleid, das ich dabei hatte, konnte ich nicht anziehen, weil der Wind ständig meine Beine entblößte.



Weil ja nun ein Mangel an Kleid herrschte und es in Playa Blancha eine so hübsche, kleine Boutique mit indischen Kleidern gab, erstand ich mir eines in meiner aktuellen Lieblingsfarbe Rostrot.




Die Boutique heißt "Freedom" und liegt an der Marina Rubicon in Playa Blanca. 
Ich hab mich wirklich beherrscht und nur ein Kleid gekauft, ich hätte dort viele gefunden, von Blusen, Schmuck und Haremshosen ganz zu schweigen.



Aber ich durfte ja auch beim Rückflug nur 15 kg Koffergewicht haben und eine Haremshose hatte ich dabei. 




 Als Windschutz perfekt war auch mein Blouson. Im Bergstädtchen Teguise war es ein paar Grad kühler als im Süden an der Küste, genau das richtige Wetter zum bummeln.



Die Insel ist voller beeindruckender Orte, die Lavafelder gehören dazu, und das von Cesar Manrique erbaute Haus, das inmitten eines solchen liegt. Ganz bewußt habe ich an dem Tag, an dem wir sein Haus und den von ihm angelegten Kaktusgarten besuchten, ein schlichtes Outfit gewählt, ein Seidentop und Jeans. 



Zur Jeans trug ich auch gerne eine weiße, bestickte Tunika. 




 Zu Hause lassen werde ich nächstes Mal meine weiße Hose. Ich hab sie nur einmal getragen, dann hatte sie einen Fleck. Die blaue Leinenbluse dagegen ist ein perfekter Begleiter zur Hose und zum Rock.




 Dass sie knittert stört mich nicht, Leinen darf das. 






Der Wind war unser ständiger Begleiter. Was er mit uns machte und wie faszinierend die Insel ist, berichte ich Euch bald auf einer eigenen Seite.








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