Dienstag, 28. Juni 2016

Nicht nur für eine Überraschung gut

Als wir im Dezember letzten Jahres hierherzogen, war da ein kleiner, karger Garten vor dem Haus, eine Wiese mit Apfelbaum daneben und zwei winzige Stücke Rasen dahinter. Gefreut haben wir uns trotzdem und Pläne geschmiedet, was wir damit anfangen, wie wir den Garten gestalten wollen. Dass Büsche und Bäume und auch einige Stauden da waren, haben wir natürlich gesehen, die Rosen, die Kiefer und die Rhododendren auch als solche erkannt. 

Unser Plan war, im ersten Jahr zu schauen, was sonst noch so alles wächst und die Lücken mit Pflanzen unserer Wahl zu ergänzen.




Unsere erste Handlung im Garten: wir haben ein Vogelhaus aufgestellt. Das allerdings nach drei Tagen Schnee und Regen in sich zusammen fiel.




Dann war Ruhe bis April. Wir hängten Meisenknödel in den Ahorn und beobachteten, wie sie fleißig besucht wurden.




Als erstes blühten die Veilchen




und am Teichrand sprießte üppig Minze. 




Pfingstrosenbüschel waren auszumachen und ein paar gelbe Tulpen streckten sich der Sonne entgegen.



Der Apfelbaum ließ auf reiche Ernte hoffen und die Wiese am Haus war mit Gänseblümchen überseht. 




Weil wir noch immer nicht so recht wußten, wie sich der Garten entwickeln würde und weil wir inzwischen mehrere Gartenmärkte besucht hatten, ergänzten wir mit einem Sommerfliederstrauch. 

Der Teich wurde von Blättern und Moos befreit und bekam als Farbtupfer eine paar Kugeln.


Farbtupfer dieser Art, waren jedoch bald nicht mehr nötig. Der Garten lüftete seine Geheimnisse und präsentierte uns Überraschung auf Überraschung...




Die Rhododendren zeigten zarte Knospen,




die Pfingstrosen ebenso und der Magnolienbaum 




ein paar wenige Blüten in zartem Rosa. Warum die Magnolien in der Nachbarschaft ihre Blüten kaum tragen konnten, unserer sich jedoch mit nur vereinzelten schmückte, können wir uns nicht erklären. Weiß jemand, was wir ihm Gutes tun können, damit er im nächsten Frühjahr prächtiger blüht?







Ernte versprach nicht nur der Apfelbaum, auch auf Johannisbeeren dürfen wir hoffen. Wenn Herr Amsel, der der eigentliche Besitzer des Gartens ist, sie uns läßt. 




Im Schatten unter den Bäumen wuchsen Maiglöckchen zuhauf.

Ende Mai/Anfang Juni war der Garten dann über und über grün und es blühte in vielen Farben...




Fast jeden Tag beim Heimkommen erwartete uns eine neue Überraschung.




Besonders hab ich mich über die herrlichen Pfingstrosen. Sie sind meine Lieblingsblumen, für mich der Inbegriff vom Beginn des Sommers. 





Aber auch alle anderen kleinen und großen Blüher machten uns eine riesige Freude. Alles zeigte sich prächtig und überaus reichlich. Allein die Akeleien sind im ganzen Garten wohl fast zu Hundert präsent und nicken in vielen Farben mit ihren zarten Glöckchen.




Den Lein haben wir dazu gekauft und neben die Heckenrosen gesetzt. Er fühlte sich sofort zuhause und hat sich mit einer Vielzahl an Blüten bedankt, die nun sanft im Wind schwingen.




Bei manchen Pflanzen wußten wir nicht, wie sie heißen. Dass es sich hier um eine Weigelie handelt, erfuhr ich als uns Bellana Bilder aus ihrem Garten auf Insta zeigte. 




Den Hahnenfuß aber kenne ich aus dem Garten meiner Oma.




Das nasse Wetter im Frühjahr ließ Blumen und Grün überall üppig wachsen 



und hat auch den Schnecken gut gefallen.


Bevor wir Mitte Juni in Urlaub fuhren,


 wartete der Garten noch einmal mit seinen auserlesenen Schönheiten auf.




Als wir vierzehn Tage später zurück kamen, begrüßte er uns mit neuen Überraschungen.




Eine zartrosa Rosenschönheit residiert direkt an der Terasse,



eine zweite, dunkelrosarote kann ihre Blüten kaum tragen. 




 Der Teich hat sich mit gelben Blüten gefüllt (wie sie heißen, dürft Ihr mich nicht fragen). 




Die Hummeln und Bienen waren fleißig





Äpfel und Beeren entwickeln sich gut und als besonderes Highlight warten 




Walderdbeeren in ein paar schattigen Ecken.

Es sind aber nicht alleine die beinahe täglichen Überraschungen, die uns unseren Garten liebenswert machen. Es ist die Ruhe und Ausgeglichenheit, die er uns bringt. Ein Gang durch den Garten, eine Stunde beim Pflanzen, Jäten, Rasen mähen, ja allein schon das Schnuppern an den duftenden Rosen sind Erholung pur und machen uns eine große Freude.

Nachdem wir nun sehen, wie herrlich hier alles wächst, blüht und gedeiht, werden wir keine großen Veränderungen vornehmen. Vielleicht im Herbst ein wenig korrigieren, wo es zu viel ist und auf jeden Fall Tulpenzwiebel stecken, damit wir schon im frühen Frühjahr eine Farbenfrohe Aussicht haben.













Related Posts Plugin for WordPress, Blogger...