Samstag, 13. Februar 2016

Falsche Signale - oder warum ich nicht jünger sein möchte

In wenigen Wochen werde ich 58 Jahre alt. Kein Grund in Panik zu geraten, aber ein Anlass für mich, mir Gedanken zu machen. Was ich bin, wie ich bin, und warum ich so bin, wie ich bin. 

Ich stehe mitten im Berufsleben. Nach langer Zeit, in der ich Teilzeit gearbeitet habe, habe ich seit 8 Jahren einen Vollzeitjob. Nicht nur irgendeinen Job, sondern genau den, den ich haben möchte. Im Laufe der letzten 8 Jahre sind viele neue Aufgaben dazu gekommen, ich musste vieles lernen, mich ab und zu beweisen und ich habe nicht nur Routine sondern auch die Sicherheit bekommen, dass ich mich auf meine Kenntnisse, meine Intuituion und meine Erfahrung verlassen kann. 

Normalerweise spreche ich in 8-stunden-sind-kein-tag nicht über meine Beruf. Warum heute? Weil die Sätze zuvor etwas erklären.

Wie im beruflichen so geht es mir auch im privaten Leben. Auch hier gelingt es mir jetzt (erst), mir meiner selbst sicher zu sein. Zwar hatte ich weit mehr als 8 Jahre Zeit diese Sicherheit zu erlangen. Aber das Gefühl, dass ich etwas "wert" bin, dass das, was ich mache gut ist, dass ich mit mir und meinem Aussehen mehr als zufrieden sein kann, das hat sich erst in den letzten Jahren eingestellt. Vorher war es zeitweise da, manchmal latent vorhanden, machmal ganz weg.

Warum? Weil ich von meiner Familie, besonders von meinem Vater, sehr widersprüchliche Signale erhalten habe. 

Als Kind wuchs ich bei meinen Großeltern auf, die ersten vier Lebensjahre. Das hat mir, glaube ich, den A* gerettet. Ich war ihre "Prinzessin", ihr Ein-und-Alles. Ich war ein kluges, schönes, selbstbewußtes Kind. 




Etwas zu klug und zu selbstbewußt und wohl auch zu schön, zumindest wurde mir das von meinen Eltern vermittelt, als ich nach dieser Zeit und bis ich zwanzig war bei ihnen lebte. Es war nicht böse gemeint, nicht lieblos. Es war die Zeit. 

Kinder sollten möglichst unsichtbar, unhörbar, gehorsam und pflegeleicht sein. Das alles war ich nicht. Ich redete gerne mit, wenn Erwachsene sich unterhielten. Ich war hübsch und darauf gepolt Aufmerksamkeit zu bekommen und ich hatte einen sehr ausgeprägten eigenen Willen. Keine guten Voraussetzungen, um eine brave Tochter zu sein. Also setzten sie alles daran, mich zu ändern. Und es ist ihnen natürlich gelungen. Sie waren die, die das Sagen hatten. Ich wurde im Laufe der Jahre ruhig, schüchtern und wenn auch zähneknirschend ziemlich brav. Wenn ich mich an die Regeln hielt, hatte ich eine unbeschwerte Kindheit. 

Das ist nichts ungewöhnliches und auch nichts, was ich meinen Eltern ankreide. Alle anderen Kinder wurden genauso oder ähnlich erzogen. Mit Erwachsenen sprachen wir nur, wenn wir dazu aufgefordert wurden, zum Spielen verzogen wir uns ins Kinderzimmer oder nach draußen (diese Variante war mir lieber), Kleidung wurde von Mama gekauft oder genäht und war kein Diskussionsthema. 

Ich hatte Glück und meine Mama konnte richtig gut nähen und sie liebte es mir und meiner Schwester Kleider zu nähen. Wunderschöne Kleider, die ich am liebsten immer angezogen hätte. Leider waren es nur Kleider für besondere Gelegenheiten und sie hingen meist im Schrank. Für die Schule und danach gabs "Praktisches". Hatte ich aber eines dieser Kleider an, hätte ich mich am liebsten stundenlang vor dem Spiegel darin betrachtet. Überhaupt, stand ich liebend gerne und so oft wie möglich vor Mama's dreispiegeliger Frisierkommode, betrachtete mich von allen Seiten und fand toll, was ich sah. Dabei erwischen lassen durfte ich mich allerdings nicht. Meine Eitelkeit und, dass sie mir ausgetrieben werden musste, war ein Dauerthema. 

Grund vielleicht auch dafür, dass mir meine äußerlichen Mängel ständig vor Augen gehalten wurden. Ich hatte immer Locken, bei feuchtem Wetter sogar sehr krauses Haar. Was dann nicht anders als "Putzwolle" bezeichnet wurde. Ich durfte mir z. B. nie die Haare wachsen lassen, weil die "Putzwolle" so schwer zu kämmen war. Meine damals noch recht dünnen Beine waren "Saustallpfosten" oder "Krautstampfer" und krumm sowieso. Ich habe als Teenie meist Maxiröcke oder lange Hosen getragen, weil ich mich meiner Beine schämte. Meine Nase war zu groß, mein Gesicht zu rund,  mein Hals zu kurz...

Mehr und mehr fand ich mich nicht mehr schön und vor dem Spiegel bin ich auch nicht mehr gestanden. Ganz im Widerspruch dazu, hat mein Vater mich aber sehr gerne fotografiert. Es sind sehr schöne Aufnahmen geworden. Eine davon hing und hängt noch heute in seinem Schlafzimmer. 



Diese widersprüchliche Haltung mir gegenüber hatte er auch in anderen Dingen. Zwar durfte ich (als Arbeiterkind und Mädchen) aufs Gynmasium, wenn ich aber mein Wissen kund tat, wurde mir schnell gesagt "Das Ei solle nicht gescheiter sein, als die Henne". 

Später, als ich einen Beruf, Kinder, zeitweise sogar eine Eigentumswohnung und einen Ehemann hatte, war das manchmal genug. Meist jedoch das eine wie das andere kritikwürdig. So richtig hab ich es nie geschafft, den Erwartungen meiner Eltern zu entsprechen. Und leider nicht nur ich, auch meinen Kindern ist es nicht gelungen, so zu sein, wie die Großeltern sie gerne gehabt hätten. Was aber nicht heißt, dass sie uns zum Teufel geschickt haben. Im Gegenteil, sie hatten uns gerne um sich. Manchmal dachte ich, dass der Streit mit mir sie zusammenhält.

Ich habe darunter manchmal gelitten und trotzdem immer den Kontakt aufrechterhalten. Habe versucht so gut wie möglich "gute Tochter" zu sein. Gelungen ist es mir nie, was ich aber nicht ins Gesicht gesagt, sondern durch Randbemerkungen anderen Leuten gegenüber erfahren durfte. 

Irgendwann war dann das Maß voll und ich bereit loszulassen, was mich all die Jahre gequält hat. Doch genau zu dem Zeitpunkt, als ich das beschloss und es meinen Eltern auch mitteilte, wurden wir gewahr, dass meine Mutter an Demenz erkrankt ist. Ich habe es nicht übers Herz gebracht, den Kontakt abzubrechen. Habe allerdings klare Regeln aufgestellt, wie ich behandelt werden möchte. An die hält sich mein Vater. Die Krankheit meiner Mutter ist inzwischen so weit fortgeschritten, dass sie das "Kind" in unserer Beziehung ist. 

Diese Aussprache ist ein paar Jahre her. Wie ich behandelt werden möchte, muss ich immer mal wieder einfordern. Aber das macht mir inzwischen nichts mehr aus. Es ist nicht mehr mein Manko, sondern das meines Vaters, wie er mich sieht. Es ist schade, dass es ihm nie gelungen ist, mich als das wahrzunehmen, was ich bin. Ja nicht einmal seine Enkel, so zu sehen, wie sie sind. Es ist bedauerlich für ihn, nicht mehr für uns. 

Wichtig für mich ist, dass es mir gelungen ist, die alten Einschätzungen hinter mir zu lassen. Mich mit meinen Augen zu sehen und zwar immer und nicht nur zeitweise. Natürlich habe ich Fehler, Untugenden, Marotten und ich bin auch nicht jedes Mal hocherfreut, wenn ich in den Spiegel schaue. Natürlich darf man an mir Kritik üben, sachlich und der Wahrheit entsprechend. Was ich aber nicht mehr zulasse ist, dass man mich herabsetzt, aus welchen Gründen auch immer. 

Ich schaue heute wieder gerne in den Spiegel - nicht umsonst heißt das Label unter dem ich meine Outfits zeige "Spieglein an der Wand" - und so was wie ein erweiterter Spiegel, quasi einer in den jeder mit reingucken darf, ist mein Blog. Deshalb zeige ich Euch heute auch wieder liebend gerne mein (fast) neues Kleid. 




Ich hatte es schon im Herbst gekauft. Da es mir mit Pulli und Strickjacke drüber nicht gefällt, hab ich es bisher noch nicht angehabt. Nun aber ist die Zeit dafür...




... auch für die ersten Draußen-Bilder.





Wobei ich dann über Lederjacke und Schal noch ganz froh bin.








 



 


Kommentare:

  1. Ich habe bei deinen Post Gänsehaut bekommen.
    Ich finde es traurig das Eltern, auch meine Eltern eher etwas kritisieren, als einfach nur loben.
    Meine Mutter sagt immer auch jetzt noch , wenn ich ihr etwas zeige auf das ich stolz bin ja schön , aber.......

    Mein Grosser war als Kind sehr unzufrieden mit sich, eine Freundin hat als sie auf ihn aufgepasst hat ihn vor den Spiegel gestellt und gefragt , was siehst du ?? Ich sehe einen hübschen Jungen. Das müsste man manchmal auch mit sich selber machen.

    Ein schönes Wochenende .
    Du siehst auf den Fotos immer toll aus

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    1. Liebe Carlinda,
      das hat Deine Freundin ganz großartig gemacht. Du hast recht, wir sollten uns selber auch gute Worte gönnen. Aber oft macht man sogar das Gegenteil, guckt in den Spiegel und bekritelt sich.
      Lieben Gruß und Dir eine schöne Woche
      Sabine

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  2. Das Verhältnis zu den Eltern...ein schwieriges Thema...was man allerdings für sich aufarbeiten muss, um nach vorn zu schauen. Du warst und bist eine schöne Frau, wobei "echte Schönheit" sowieso eher von innen kommt...;-). LG Lotta.

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    1. Liebe Lotta,
      danke, das schwierige Thema arbeite ich schon seit Jahren auf. Früher konnte ich ihm oft aus dem Weg gehen, ich wohne weit genug weg. Seit meine Mutter krank ist, fahre ich häufiger hin und kann es weniger ignorieren.
      Lieben Gruß
      Sabine

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  3. ach herrje, diese thema kenne ich nur zu gut! in unserer familie zählte nur mein bruder was, obwohl ich trotzdem vaters scheißerl war. auch ich konnte nie damit umgehen, zeige noch heute verhaltensmuster, die sich darauf zurückführen lassen.
    scheinbar war es wirklich die generation, die mit lob nicht umgehen konnte ...
    schön, dass du zu dir selbst gefunden hast und deine schönheit erkennst und unterstreichst.
    lieben gruß, susi

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    1. Liebe Susi,
      im Schwäbischen, wo ich herkomme, gibt es den Spruch "net gschempft, is gnuag globt", heißt "nicht geschimpft, ist genug gelobt". Das sagt alles, oder?
      Lieben Gruß
      Sabine

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  4. meine liebe! das kleid steht dir ganz wunderbar - zauberhaft siehst du aus!!!
    meine eltern waren noch einen zacken schärfer - ich allerdings der geborene rebell. als kind habe ich mich in eine art authismus zurückgezogen, als ich dann mit 16 eigenes geld verdiente bin ich ausgebrochen. erst nur mental, dann weit weg. in beziehung auf mein äusseres war ich immer sehr selbstbewusst - was bis heute an mir nagt ich die mangelnde bildung - alles was ich kann und weis musste ich mir mühsam als erwachsene erarbeiten. DAS kreide ich meinen eltern wirklich an.....
    lieben gruss! xxxxxxx

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    1. Herzlichen Dank, Beate!
      Ein Rebell bist Du doch immer noch und es steht Dir ganz wunderbar. Ich war nur wütend und vor Zorn irgendwann sprachlos. Dass ich was lernen durfte, rechne ich ihnen übrigens hoch an. Das war in unserem "Milieu" nicht selbstverständlich.
      Lieben Gruß
      Sabine

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  5. Liebe Sabine,
    es ist schlimm, wenn man so ausgebremst wird und dann auch noch ein schlechtes Gewissen hat. Die Erziehung war früher leider so. Als Kind hatte man nichts zu sagen. Es wurde gemacht, was die Eltern für richtig hielten. Bei mir war es nicht so extrem. Irgendwann konnte ich mich dann durchsetzen.

    Bewundernswert, dass Du trotz allem zu Deinen Eltern hältst. Du bist nicht nur eine schöne, sondern auch eine starke und kluge Frau.

    Liebe Grüße Sabine

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    1. Liebe Sabine,
      wie gesagt, ich hatte durchaus auch eine unbeschwerte Kindheit. Ich hab mich angepasst und zwischen dem 6. und 12. Lebensjahr daran gewöhnt. Später bin ich meinen Eltern, wenn möglich aus dem Weg gegangen und noch später so weit weggezogen, dass wir uns nur ein paarmal im Jahr gesehen haben.
      Lieben Gruß
      Sabine

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  6. Schon seltsam wie man seine Kindheit empfindet , an was man sch erinnert . Wie Eltern das dann im Nachhinein sehen . Ich frage mich auch ganz oft , wie es demnächst unseren Kindern geht . was sie zu unserer Erziehung für sie sagen . Was ich hier sagen kann . Du bist und warst immer sehr hübsch . Mir gefällt sehr was ich sehe :)) Danke für diesen Post .

    LG heidi

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    1. Liebe Heidi,
      ich frage nicht nur mich, wie meine Kinder das sehen. Ich frage sie auch. Ich hab in der Erziehung meiner Kinder natürlich auch Fehler gemacht. Aber wir reden darüber und ich hab mich auch schon für was entschuldigt. Ich denke wir Eltern kommunizieren mit unseren Kindern auf Augenhöhe und mit gegenseitigem Respekt.
      Herzlichen Dank!
      LG Sabine

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  7. Du siehst klasse aus in deinem Kleid und das Kinderbild ist ja wohl zum Heulen hübsch.
    In deinen Schilderungen habe ich mich ganz oft wieder erkannt. Ich wäre allerdings nicht in der Lage gewesen, das so abgeklärt zu formulieren. Davor ziehe ich meinen Hut!
    Ist das wirklich so ein Generationen-Ding? Das frage ich ich seit vielen Jahren.
    Liebe Grüße
    Fran

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    1. Liebe Fran,
      ich hab irgendwann in Worte gefasst und zu Papier gebracht, was mich gestört, ja gequält hat. Das Papier hab ich meinen Eltern geschickt. Seither ist alles gesagt, wenn auch von Ihnen nicht verstanden. Dafür kann ich nichts. Das erklärt vielleicht warum ich so darüber schreiben kann.
      Ob es ein Generationen-Ding ist? Ich glaube nicht. Meine gleichaltrigen Freundinnen hatten unterstützende Eltern, die stolz auf sie waren/sind.
      Wenn Du Dich das auch fragst, woher das kommt, dass viele Frauen unserer Generation emotional so kurz gehalten wurden, warum machst Du es nicht zu Deinem Thema und schreibst darüber? Eine Story, ein Buch? Was Du schreibst, bringt es auf den Punkt.
      Lieben Gruß
      Sabine

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  8. Du wunderschöne Sabine mit einer zarten Seele. Mutig dort ein Stück hinein gucken zu lassen und ich verstehe viel von dem was du schreibst auch sehr genau. Ich wünsche dir jedenfalls von ganzem Herzen, dass du dir dieses Selbstwertgefühl erhalten kannst. Denn das ist so wichtig, seinen eigenen Wert zu kennen und auch zu schätzen.
    Ganz liebe Grüße Ela

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    1. Deine Fotos - alle! - sind wunderschön. Und diesen Post finde ich sehr berührend. Ich klinke mich einfach mal bei dem Kommentar von Ela ein. Sie hat das so wunderbar in Worte gefasst, was mir noch ungeformt durch den Kopf spukte.

      Das ist tatsächlich einer der Vorteile am Älterwerden, finde ich. Man wird sich seiner selbst bewusster und die Prägung aus der Kindheit/Jugend weniger stark. Ich bin immer wieder verblüfft darüber, wie lange einen unschöne Dinge aus der Kindheit begleiten und sich wie Ballast an einen hängen. Aber irgendwann macht es "klick". Weil dieses eine Leben (mehr haben wir wohl nicht?) einfach zu schade ist, um immer mit angezogener Handbremse zu fahren. Und weil es die Eltern manchmal vielleicht auch nicht besser wussten und sich überhaupt nicht be-wusst waren, was sie mit ihrem Verhalten/ihren Worten anrichten. Außerdem kann man halt nur das geben, was man gerade hat. Manchmal reicht es. Manchmal nicht. An mir liegt es, mir den Schuh anzuziehen, den mir jemand hinstellt - aber genau das ist etwas, was ich erst mit zunehmendem Alter gelernt habe.

      LG Anna

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    2. @ela
      Meine liebe Ela,
      herzlichen Dank für Deine lieben Worte, für Deine guten Wünsche. Ich bin inzwischen ziemlich gut darin mein Selbstwertgefühl zu hegen und zu pflegen.
      Weißt Du, dass ich Dich beneide. Weil Du so ein wunderbares Verhältnis zu Deinen Eltern hast, gerne mit ihnen Zeit verbringst, weil ich sehe, wie ihr euch gegenseitig unterstützt und gut tut. Dass ich Dich beneide, heißt aber nicht, dass ich es Dir neide. Ich freue mich immer, wenn Du von Deiner Familie berichtest, Bilder zeigst.
      Lieben Gruß
      Sabine

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    3. @Anna
      Liebe Anna,
      herzlichen Dank auch Dir für Deine lieben Worte.
      Ja manches, was man als Baustelle aus der Kindheit/Jugend mit rüber genommen hat, richtet sich im Laufe der Jahre von selber. Immerhin macht Alter ja auch ein bisschen weiße und zumindest versteht man manches besser und hat einen weiteren Horizont (hoffe ich :-)).
      Manch tiefe Verletzung aber tauchte immer wieder auf und nur indem ich mir klar gemacht habe, dass ich die Urheber damit konfrontieren muss, konnte ich sie los werden.
      Lieben Gruß
      Sabine

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    4. Liebe Sabine, schön zu lesen, dass du mittlerweile gut auf dich selbst achten kannst. Ich optimiere da noch etwas. Und auch wenn ich mittlerweile so ein gutes Verhältnis habe, auch hier habe ich einen sehr langen Weg hinter mir. Und ich ich weiß genau, du bist kein neidvoller Mensch, so wie ich dich kennen gelernt habe, kannst du anderen Glück und Freude sicher von Herzen gönnen!

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  9. beautiful photos. Http://gray50plus50dresses.blogspot.com

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  10. Liebe Sabine,
    das Aussehen spiegelt die Seele wieder... das sieht man auf allen Bildern, besonders auf den beiden ersten. Das erste Kinderbild ist so sanft, so zart, das zweite zeigt durchaus Selbstbewusstsein.
    Ich habe so etwas nie erfahren, meine Eltern waren immer sehr stolz auf mich, egal was mir im Leben passiert ist. Als kleines Kind bin ich allerdings ein wenig überbehütet gewesen... das war sicher so üblich zu dieser Zeit, ich bin zwei Jahre jünger als Du.
    Womit wir beim Thema sind: Du schaust sehr gut aus! Gepflegt und äußerst sympathisch, Du bist natürlich und nicht mit Schminke überladen...womit wir wieder beim Spiegel der Seele sind- man sieht, dass es Dir gutgeht!
    Ich freue mich immer etwas von Dir zu lesen! Es ist tiefgründig und hinterlässt Denkanstöße!
    Schönen Sonntag
    LG Marita

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    1. Liebe Marita,
      vielen lieben Dank. Mir geht es jetzt tatsächlich gut mir mir. Überbehütet war ich bei meiner Oma manchmal auch. Aber geschadet hat mir das wohl nicht.
      Lieben Gruß
      Sabine

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  11. Liebe Sabine,
    deine Geschichte macht nachdenklich. Erziehung, welche Arr auch immer, kann sehr prägend sein. Oft dauert es ein Leben lang, bis man sich davon befreit hat.
    Wir waren zuhause fünf Kinder. Ein Satz meiner Mutter habe ich immer noch im Ohr. "Du bist zwar nicht die hübschste meiner Kinder, aber die intelligenteste". Was vielleicht als Kompliment gedacht war, hatte ich ganz anders aufgefasst.
    Du wirkst auf mich wunderschön - innen und außen. Wünsche dir einen entspannten Sonntag. Gruß Cla

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    1. Liebe Cla,
      ich weiß genau, wie Du es aufgefasst hast. Deine Mutter hat, wie meine Eltern, es sicher nicht bös gemeint. Ich frage mich trotzdem, warum es notwendig war zu bewerten und zu beurteilen. Danke für Deine lieben Worte.
      Lieben Gruß
      Sabine

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  12. Auf Grund meiner derzeitigen Situation bin ich im Moment mit manchen im Gespräch und da kommt es häufig auf das Verhältnis zu den Eltern und ich muss sagen, es gibt wohl sehr viele, die eine schlechte oder nicht glückliche Kindheit hatten. Ich selber bin zwar in einer Scheidungsfamilie aufgewachsen muss aber sagen, ich hatte eine glückliche Kindheit. Beschützt, unterstützt, gefördert (jedenfalls teilweise), in Ideen bestätigt, auch wenn sie wohl völlig bekloppt waren, aber darum geht es nicht.

    Ich schlucke und kämpfe mit den Tränen und denke wie schade und um wieviel Kindheit doch manche gebracht wurden. Manchen fällt es leichter sich später davon zu distanzieren und anderen fällt es nicht so leicht und sie leiden ein Leben lang (wie mein Mann). Für mache ist es dann wirklich schwierig die Situation richtig einzuschätzen.

    Du warst ein ganz bezauberndes Kind und sich nicht alles bieten zu lassen ist ja wahrlich nicht die schlechteste Eigenschaft....

    Liebe Valentinsgrüße sendet Dir Jacky

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    1. Liebe Jacky,
      im Grunde empfinde ich meine Kindheit nicht als unglücklich. Die ersten 4 Jahre waren der Himmel auf Erden, dann kam die raue Wirklichkeit in Form elterlicher Erziehung. Ich hatte aber auch viele Freiheiten, war meist unbeaufsichtigt, durfte Freunde mit heimbringen. Meine Eltern waren zum Glück nicht nur mit meiner Erziehung beschäftigt :-).
      Vielen Dank für Deine lieben Worte.
      Lieben Gruß
      Sabine

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  13. Liebe Sabine, früher war das leider grob so. Das still sitzen, nicht in Erwachsenengepräche einmischen. Bei mir schon nicht mehr so schlimm. Ich bin 8 Jahre jünger und bei meiner sehr coolen Oma aufgewachsen. So als Scheidungskind war ich immer der "Exot" in der Schule.
    Heute sind es meine Kinder, weil ihre Eltern nicht geschieden sind. So ändern sich die Zeiten.
    Und die Zeiten ändern uns. Zum Glück wird man, je älter man wird immer stärker den Eltern gegenüber. Du hast das genau richtig gemacht, indem Du klar gesagt hast wie Du behandelt werden willst.
    Dein Kleid gefällt mir gut mit der Jacke und den Stiefeln. Cooles Outfit. Und du siehst so sympatisch und hübsch aus.
    Ich wünsche Dir einen wunderschönen Sonntag, liebe Grüße Tina

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    1. Liebe Tina,
      vielen Dank! Meine Freundin war ein Scheidungskind. Sie wurde von vielen Eltern bedauert. Von mir nicht, sie hatte eine coole, berufstätige Mutter, die ihr viel Freiheit lies und sie gut unterstützte. Ich glaube sie wurde auch von vielen anderen beneidet. Du sicher auch, wegen Deiner coolen Oma.
      Lieben Gruß
      Sabine

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  14. ...das ist wieder ein so mutiger offener Post von dir, liebe Sabine,
    der zum Nachdenken anregt und Mut machen kann...bewundernswert, wie du deine Situation analysieren und in Worte fassen konntest und dass du es geschafft hast, so du selbst zu werden...unabhängig von den eingebläuten Mustern und Gedanken...du bist ein starke und schöne Frau geworden, ich freue mich, dich hier gefunden zu haben,

    lieber Gruß Birgitt

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    1. Liebe Birgitt,
      es hat lange Zeit gebraucht, bis ich meine Situation erfasst und noch länger bis ich sie in Worte gefaßt hatte. Aber darüber reden und schreiben hat mir geholfen.
      Ich bin auch sehr froh, dass wir uns hier begegnet sind und ich hoffe wir treffen uns einmal auch irL.
      Lieben Gruß
      Sabine

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  15. Beim Lesen musste ich schon ein paarmal kräftig schlucken. Was und wie du es geschrieben hast, hat mich sehr berührt. Ich finde es ganz bewundernwert, wie du für dich eine Lösung gefunden hast. Bestimmt hätten einige Kinder einfach nur den Kontakt abgebrochen, ungeachtet der Krankheit der Mutter.
    Deine Kinder- und Jugendfotos haben mich auch sehr angesprochen. Du warst ein sehr hübsches Kind und heute bist du eine wunderschöne Frau!

    Ich wünsche dir noch einen ganz tollen Tag

    Liebe Grüße
    Sabine

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    1. Liebe Sabine,
      ich hatte mehrmals schon den Kontakt zu meinen Eltern abgebrochen. Und wieder aufgenommen, weil ich den Kindern nicht die Großeltern vorenthalten wollte, weil mir gesagt wurde, ich würde es im Alter bereuen, unversöhnlich auseinander gegangen zu sein. Ich weiß nicht, was passiert wäre, wenn ich es durchgezogen hätte. Aber als meine Mutter krank wurde, war es für mich unmöglich, sie im Stich zu lassen. Auch wenn ich ihr nicht wirklich viel helfen kann.
      Danke und lieben Gruß
      Sabine

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  16. So ein offener, berührenden Artikel, der viel Deiner Entwicklung und inneren Größe zeigt. Denn nur die innere Größe lässt Dich den heutigen Zugang und die Grenzen zu Deinen Leben. Meine Mutter hat sich der Aussprache dazu bis zu ihrem Tod verweigert und das werde ich ihr vermutlich nie verzeihen können.

    Zu Deiner Überschrift: Ist es nicht schön, nicht jüngsten zu wollen? Mir geht es auch so. Lass uns weiter im Jetzt leben.

    Liebe Grüße
    Ines

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    1. Liebe Ines,
      vielen Dank! Ja wir leben im hier und jetzt und lassen es uns ganz gut gehen.
      Lieben Gruß
      Sabine

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  17. LIebe Sabine, Ines hat recht. Das war heute ein sehr, sehr persönlicher Post und ich vermute, Du "musstest" ihn schreiben. Ich habe Dich ja nun schon 2 mal getroffen und finde auch, Du hast gar keinen Grund hinter irgendwas zurück zu stehen. Eitelkeit als "Untugend" ist natürlich immer brenzlich. Aber wenn man zudem Klug ist..... sollte man sich an der eingenen Schönheit erfreuen dürfen.
    Aber man weißt nie, weinn einem das als Eltern ganz fremd ist.... ich weiß nicht.... ich glaube Deine Eltern wollten, dass ihr Kind gut und bescheiden ist. Das ist ihnen gelungen. Aber Du darfst ruhig noch etwas aufdrehen. Du bist sehr gut (Mutter, Job, Beziehung) und darfst ruhig noch etwas selbstbewußter gucken.
    Aber ich kann Deine Eltern auch ein klitzekleines bisschen verstehen. Wer will schon ein Kind, dass eine Pfeife ist und angiebt wie Oscar.
    Nur die Dosierung der Mittel, die kann man selten richtig vorhersehen. Ich bin sicher, Dein Dad ist super stolz auf Dich.
    LG Sunny

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    1. Meinen liebe Sunny,
      wenn wir uns das nächste Mal sehen, werde ich ganz selbstbewußt gucken :-).
      Ich bin schon stolz auf das, was ich gemacht hab und inzwischen ist es mir auch egal, wenn meine Familie das nicht ist.
      Lieben Gruß
      Sabine

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  18. Deine persönlicher Post geht mir sehr nah. Du bist hübsch und lass Dir nichts anderes mehr "einreden". Ich finde das Verhalten Deiner Eltern sehr traurig. Wie gut, dass Du wieder zu Dir gefunden hast und mit Dir im Reinen bist. Ich wünsche Dir von Herzen, dass Du weiterhin mit Dir so zufrieden bist und keine Selbstzweifel mehr aufkommen.
    Alles Liebe
    Ari

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    1. Liebe Ari,
      vielen Dank für Deine lieben Worte.
      lieben Gruß
      Sabine

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  19. I too come from a family where I was only told what was wrong about me and never what was right. I have not pleased my parents very much. And because I live so far away from them, my children do not know them very well. But I too have survived and come into some sense of my worth and accomplishment.

    I have always loved your blog. I think you are a very handsome woman and I love your fashion sense. The pictures of you as a child and a young woman are beautiful.

    Always remember that: you are a beautiful woman who has much to offer to others. Thank you for sharing your story.

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    1. Dear Doris,
      You know what I felt. I think you felt the same. I luckily also live far enough away from my parents to be able to go my own way without interferences. Thank you for your kind words. You are a beautiful and strong woman too and a great mentor for your foreign children.

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  20. das kommt mir alles sehr, sehr bekannt vor. ich bin ein kleines bisschen älter als du und habe die auswirkungen der 1950er jahre noch sehr zu spüren bekommen. ich durfe lange zeit nicht mal eine hose anziehen. und der satz "das gehört sich nicht" ist immer noch in meinem kopf, wenn ich an diese zeit denke. ebenso das wort "brav", das in meinem heutigen wortschatz nur noch als ironie vorkommt.
    ein wichtiger beitrag, liebe sabine!
    herzliche grüße, mano
    ...und du bist schön!!

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    1. Liebe Mano,
      was ich nie verstanden habe, ist, warum die Meinung anderer so wichtig war. Brav ist heute für mich eher eine Untugend.
      Danke und lieben Gruß
      Sabine

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  21. wie werden da Erinnerungen wach ..seufz..
    nein.. unsere Eltern meinten es bestimmt nicht böse.. im Nachhinein wissen wir natürlich wie eine Erziehung hätte sein können.Doch sie sind selber so aufgewachsen, hatten gerade einen Krieg hinter sich und eine Zeit in der die Tugend der Mädchen war sittsam und folgsam zu sein.Wie hätten sie es anders wissen können.
    Ich hatte eine glückliche Kindheit weil ich es nicht anders kannte..ich musste nicht in der Ecke knien wie meine Freundin wenn sie nicht "brav" war oder bekam Schläge mit dem Koppel wie mein Nachbarsfreund.
    Ja.. eitel durfte man nicht sein trotzdem sollte man "fein" aussehen ;)meine Mutter nähte die Kleider für michund sich auch selber und "bestimmte " in dem Sinn was ich anziehen sollte.Eine Hose hätte ich auch sooo gerne gehabt,aber das war gar kein Thema bis ich so etwa 14 war.
    In der Schule mussten wir noch einen Rock anziehen wenn wir im Winter auf dem Schulweg eine Hose anhatten.
    Reden in Gesellschaft nur wenn man gefragt wurde..mein Vater sagte immer:Du bist dran mit reden wenn das Handtuch wackelt ;)
    Ich pfiff sehr gerne.. was meine Oma immer so kommentierte:Vögel die morgens pfeifen holt abends die Katz.
    Auch körperlicher Kontakt zu meinem Vater war tabu,das schickte sich nicht . Bei meiner Mutter saß ich aber gerne auf dem Schoß.
    So ließe sich das noch lange fortsetzen..
    Ich hab früh geheiratet,noch ein halbes Kind auch wenn ich das selber anders sah und bin von einer Abhängigkeit in die andere gerutscht.Dann kamen 4 Kinder ,später noch ein fünftes und irgenwann ist in der Zeit ein Teil von mir einfach "verschwunden"
    Meine Mutter war sicher sehr enttäuscht über mich,sie hat es mir wenn vielleicht auch unbewußt so signalisiert und unser Verhältnis war immer etwas reserviert.
    Ich finde du warst wirklich ein hübsches Kind und ein selbstbewusster Teenager und bist jetzt eine noch selbstbewusstere Frau

    Liebe Grüße

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    1. Liebe Rosi,
      es macht mich traurig und nachdenklich, wenn Du schreibst, dass ein Teil von Dir verschwunden ist. Ich hoffe, Du findest diesen Teil wieder, jetzt wo Deine Kinder erwachsen sind. Vielleicht im Zusammensein mit Deinen Enkeln.
      Lieben Gruß
      Sabine

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  22. Liebe Sabine,
    ja, da gibt es einige Parallelen... Im Vorjahr hab ich sogar ein Posting im Rahmen von "Rettet die Lachfalte" verfasst, das hieß "Über die Vorteile des Älterwerdens" - http://rostrose.blogspot.co.at/2015/05/rdl-5-uber-die-vorteile-des-alterwerdens.html - und da steht dann u.a. auch einiges drin, was meine Eltern so "verbockt" haben und wie's mir heute damit geht ... Interessanterweise findet meine Tochter, der ich so oft zu vermitteln versucht habe, wie hübsch, intelligent und wertvoll sie ist, sich auch nicht immer unwiderstehlich... ;o)) Vielleicht ist das Sich-selbst-mit-anderen-vergleichen doch auch so stark in uns verwurzelt, dass wir selbst dann zuweilen an uns zweifeln, wenn wir eigentlich die Botschaft bekommen haben, dass wir unsere Sache schon recht gut machen und auch gut aussehen. (Und "Vergleichsobjekte" gibt es ja viele - die schönen, oftmals geschönten, Frauen in den Magazinen, aber auch die erfolgreichen Powerfrauen etc. Da ist es oftmals ein langer harter Weg, zu dem Punkt zu finden: Ich bin nicht DIE, ich bin ICH und ich bin gut, so wie ich bin. Das hat auch bei mir jahrzehntelang gedauert, ist aber nun schon ziemlich gut verankert. Nicht jeder kommt damit klar, aber das ist auch DEREN Problem ;o))
    Dein Kleid ist super und steht dir wunderbar!
    Ich wünsch dir einen schönen Tag und eine angenehme neue Woche!
    Herzlichst, die rostrosige Traude
    ♥∗✿❊✿❊✿∗♥
    http://rostrose.blogspot.co.at/2016/02/a-new-life-2-uber-stoffliches-und-meine.html

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    1. Liebe Traude,
      ich hab gleich mal Deinen früheren Post gelesen. Es gibt schon wieder einige Gemeinsamkeiten bei uns, da hast Du recht. Und recht hast Du auch, Du bist gut so wie Du bist und hast sicherlich mit Deinem Blog einen guten kreativen Ausgleich für den Bürojob gefunden.
      Lieben Gruß
      Sabine

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  23. Ein wunderbares Posting, Sabine. Auch wenn es mich etwas traurig gemacht hat. Auch wenn Du es Deinen Eltern nicht nachträgst, Du wurdest klassisch unterdrückt und ist ganz furchtbar. Vor allem für uns Frauen. Schade, aber das war wohl wirklich normal in der Zeit.

    LG

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    1. Manu, traurig ist inzwischen vor allem, dass es meinen Eltern nicht gelungen ist, eine wirkliche Beziehung zu den Töchtern und Enkeln aufzubauen. Aus Unvermögen oder aus Gleichgültigkeit, ich weiß es nicht.
      Lieben Gruß
      Sabine

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  24. Sabine beautiful dress. You look blooming. Regards....

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  25. Liebe Sabine, Dein post treibt mir die Tränen in die Augen. Es mag sein, dass es damals die Zeit war. Aber die Krankheit Deiner Mutter nimmt Dir jegliche Chance, Deine Geschichte der/den richtigen Adressaten zu erzählen und vielleicht gemeinsam über das Verlorene zu Weinen. Sofern das überhaupt möglich gewesen wäre. Ich kann verstehen, wie schwer es war, den Weg zurück zu Dir selbst zu finden. Für Deine Stärke, liebe Sabine bewundere ich Dich zutiefst und wünsche Dir ein wundervolles Wochenende, herzlicher Gruß - Conny
    PS: Es kommt mir ein bisschen banal vor, dass jetzt zu erwähnen, aber Du siehst ganz zauberhaft aus, auf all diesen Bilder - früher und heute und das Kleid steht Dir hervorragend.

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    1. Liebe Conny,
      meine Geschichte hat die richtigen Adressaten zur richtigen Zeit erreicht. Leider haben sie sie nicht verstanden, sondern in gleicher Manier wie zuvor die Schuld bei mir gesucht. Aus ihrer Sicht habe ich mir alles nur eingebildet, bin undankbar und emotional unausgeglichen. Darüber konnte und wollte ich nicht mehr mit ihnen reden. Kurz danach kam die Krankheit meiner Mutter zutage. Es wurde angedacht, ob mein Verhalten womöglich der Auslöser sei. Es war aber wohl gerade dieses ihr Verhalten, das mir endgültig die Augen geöffnet und mir klar gemacht hat, dass Menschen, die so wenig von mir wissen (wollen), sich kein Urteil über mich erlauben können.
      Ich freu mich, gar nicht banal, über Dein Kompliment.
      Lieben Gruß
      Sabine

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  26. Hallo Sabine,

    das waren viele ehrliche Worte und ich sage Danke sie lesen zu dürfen. Gerade in der heutigen Zeit wo wir uns doch oft hinter Fassaden und falschem Schein verstecken möchten.

    Früher waren die Zeiten anders und mittlerweile bin ich zu der Erkenntnis gelangt, ich muss es niemandem recht machen. "Tu alles was gut tut..." ich glaube diese Devise trifft es am meisten, man muss sein Leben genießen so gut es geht :)

    Und Du kannst ohne Probleme in den Spiegel schauen, wenn ich die Fotos von früher sehe, da musstest Du dich auch nicht verstecken, nur so am Rande ;)

    Lieben Gruß
    Björn :)

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    1. Lieber Björn,
      Du hast recht, mit dieser Devise kommt man gut durchs Leben und wenn man vermeidet, was einem schadet noch viel besser.
      Danke und lieben Gruß
      Sabine

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  27. Meine Liebe, ich muss gerade ein paar Tränen wegdrücken. Danke für deine offenen Worte. Ein wenig erinnert es mich an meinen Vater, wo Lob sehr selten war und ich immer erst über Dritte erfahren habe, dass er doch stolz ist auf seine jüngste Tochter. Kritik gab es genug, wobei meine ältere Schwester doch mehr einstecken musste und ich erinnere mich an böse und verletzende Worte. Ähnlich wie du habe ich irgendwann eine Grenze gezogen, glücklicherweise bereits in meinen 20ern. Deshalb kann ich so gut verstehen, dass du Zeit gebraucht hast, um dein Selbstbewusstsein zu finden. Mir hat übrigens meine Mutter den A**** gerettet, und mein Mann, der mich immer unterstützt hat.
    58- ich kann es nicht glauben. Du wahrscheinlich auch nicht. Und du strahlst so viel aus. Lass es dir gut gehen und ganz liebe Grüße
    Andrea

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  28. Ich habe diesen so persönlichen Beitrag - warum auch immer, aber ich verpasse leider öfter Mal Dinge ... - heute erst gelesen und sitzt hier nun recht betroffen und ein wenig in meine Kindheit zurückversetzt herum. Gottseidank waren meine Eltern doch etwas gemäßigter als Deine, aber ich habe es ihnen auch nie wirklich überall recht machen können. Habe es aber interessanterweise auch nie zu 100% versucht, sondern für mich immer so ca. 30% "Eigenes" durchkämpfen wollen, was zu viel Streit und seltsamen Konstellationen zwischen Anpassen und es ihnen recht machen wollen und doch lieber Streiten und das durchsetzen, was ich will geführt hat. "Gewonnen" haben am Ende weder meine Eltern noch ich, es gab zeitlebens immer wieder Unzufriedenheit auf beiden Seiten.

    Leider habe ich die eigenen Wünsche auch für's Berufsleben nicht durchsetzten können (mein Wunsch, zu studieren wurde als "brotlose Kunst" abgetan und dass ich ja eh nicht freiwillig lernen würde, war ihnen eh klar ... :-/ ), was ich ihnen (inzwischen beide gestorben) nach wie vor ankreide und meine Kinder in dieser Hinsicht ganz anders stets all das haben tun lassen, was sie sich wünschen. Bisher klappt das wunderbar und ich bin furchtbar stolz.

    Es gäbe noch soooooo viel zu sagen, aber das sprengt hier den Rahmen. Ich freue mich auf jeden Fall für Dich, dass Du jetzt glücklich und zufrieden mit Dir und Deinem Leben bist. Außerdem bist Du jetzt schön und warst als Kind schön und ich wünsche Dir für alles nur das Beste!! ♥

    Liebe Grüße
    Gunda

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