Mittwoch, 14. März 2012

zweite pubertät

neulich beim durchstöbern alter und neuer photos kam mir die idee. die wechseljahre sind so etwas wie eine zweite pubertät. in der ersten habe ich mich von einem bildhübschen kleinen mädchen zu einem ungelenken,  eher undefinierbaren neutrum verwandelt, um dann eine gutaussehende frau zu werden. zu beginn der wechseljahre hat sich diese frau in eine, mit sich und ihrem aussehen unzufriedene, immer dicker werdende matrone verwandelt, um was zu werden? 


inzwischen hat sich die lage entschärft. die wandlung hat wieder eingesetzt. ich werde keine matrone bleiben. nicht ganz ohne anstrengungen in mehreren richtungen. 


ich habe es immer vermieden regelmäßig sport zu treiben, mal radfahren, mal schwimmen, häufig spazierengehen ausgenommen. seit einigen jahren mache ich regelmäßig sport und seit die wechseljahre eingesetzt haben, ganz gezielt, um muskeln zu formen und kalorien abzubauen. so richtig spass habe ich daran nicht, aber es tut meinem körper und meiner psyche gut und gehört deshalb zu meinem leben. ich hab einiges ausprobiert: schwimmen, pilates, walken. was mir wirklich etwas bringt ist zweimal die woche gerätetraining jeweils verbunden mit einer 1/2 stunde ausdauertraining (laufen, radfahren oder rudern) und um gelenkig zu bleiben 1/4 stunde stretching. das in zusammenhang mit einer ausgewogenen ernährung hilft mir meinen hüftumfang unter kontrolle zu halten. 


zu beginn der wechseljahre habe ich auch meine ernährung umgestellt. die basics habe ich in einem kurs gelernt, den meine krankenkasse angeboten hat. zwar habe ich immer gerne und viel obst und gemüse gegessen, aber auch zucker (3 löffel pro tasse) und butter und sahne. das ess ich zwar jetzt auch noch aber nur in sehr kleinen mengen und statt butter auf dem brot auch gerne frischkäse oder senf. früher gehörte zu meinen wöchentlichen einkäufen 1 pfund butter und mindestens zwei becher sahne und mindestens einmal im monat ein kilo zucker - gut damals waren wir noch zu dritt, jetzt lebe ich alleine. trotzdem, zucker und butter kaufe ich nur noch, wenn ich einen kuchen backe und sahne nur noch wenn ich bayrische creme oder mousse au chocolat zubereite. wenn überhaupt zuckere ich nur noch mit honig oder ahornsirup und statt sahne nehm ich schmand, saure sahne oder frischkäse. außerdem verzichte ich, und das hat nichts mit meinem gewicht zu tun, fast ganz auf fleisch und wurst. ab und zu gönn ich uns ein feines stück fleisch oder eine leckere wurst vom biobauern und die genießen wir dann auch. fleisch aus konventioneller tierhaltung schmeckt mir einfach nicht mehr. ich habe festgestellt, dass es oberleckere vegetarische gerichte gibt und ich beileibe nicht auf genuss verzichten muss, wenn ich fleischlos esse. meine leibspeise zur zeit sind kürbis-falalfel, das rezept (und auch ein bild) folgt bald.

die veränderung geht weiter und ist noch lange nicht abgeschlossen - hoffentlich nie. zur zeit stelle ich meinen kleiderstil auf bunt um. aber dazu bald mehr.

ich freu mich schon richtig auf den frühling!
habt noch eine schöne, hoffentlich sonnige, woche
sabine  







Kommentare:

  1. Liebe Sabine, ich habe ausführlich bei Dir gestöbert und finde Deine Gedanken äusserst spannend und interessant. Du gibst wertvolle Tipps und das aus eigener Erfahrung, das gefällt mir sehr. Ich werde auf jeden Fall weiter hier lesen:-)Liebe Grüsse und noch schöne Rest-Ostern, Andrea

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    1. liebe andrea,
      das freut mich sehr, dass dich meine posts interessieren, geht mir mit deinen genauso. ich lese immer wieder was bei dir, was mich zum schmunzeln oder zum nachdenken bringt.
      lieben gruß und eine schöne woche wünscht dir sabine

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  2. Besser hätte ich die ganzen Gedanken rund um die Wechseljahre auch nicht in Worte fassen können. Genauso geht es mir auch. Es ist eine zweite Pubertät. Jetzt machen wir uns Gedanken darüber, wo wir wirklich hinwollen und wer oder was wir eigentlich im Innersten sind. Ich bin auch noch immer auf der Suche, komme manchmal über Umwege zu ganz erstaunlichen Erkenntnissen. Es ist eine intensive Zeit und ich mache mir mehr Gedanken über mich und mein Dasein als jemals zuvor.
    LG Eva

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  3. liebe eva, ich denke der weg ist das ziel, ich hoffe für mich, dass ich ein leben lang offen bin für veränderungen. was ich vergessen habe zu schreiben, es geht mir besser als in der pupertät, ich fühle mich den veränderungen nicht ausgeliefert, sondern kann sie mitgestalten. mein wunsch für dich ist, dass du diese intensive zeit und auch die umwege genießen kannst. lieben gruß von sabine

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